Charaktereigenschaften:
menschenbezogen
zutraulich
verspielt
verträgt sich mit Artgenossen
Die kleine ALBI, geboren am 20.10.2025, durfte Anfang März ausreisen. Doch schon nach wenigen Tagen fiel auf, dass etwas nicht stimmt. Sie konnte ihr Futter nicht behalten und musste immer wieder erbrechen.
Nach umfassenden Untersuchungen und CT kam die traurige Diagnose: ALBI leidet an Megaösophagus, einer funktionellen Störung der Speiseröhre sowie des Mageneingangs, einer gestörten Nahrungspassage mit Ansammlung von Futter, Wasser und Luft im Inneren der Speiseröhre, wodurch es zu einer passiven Erweiterung des Organs kommt.
Die erste Diagnose war niederschmetternd – angeboren und nicht operabel. ALBI ist seitdem auf ein spezielles Futtermanagement und besondere Ernährung angewiesen.
ALBI ist nun im WHYs Sanctuary angekommen und hatte einen Termin in einer Spezialklinik in Norditalien, die sich auf genau diese Krankheit spezialisiert hat und große Erfolge mit ihren Behandlungsmethoden erzielt.
Dort wurde sie noch einmal eingehend untersucht und es wurde geprüft, ob evtl. eine Operation (Zwerchfell-Kardioplastik nach Torres) möglich ist.
Aktuell gelangen nur etwa 50% der aufgenommen Nahrung in den Magen, der Rest bildet einen Rückstau in der Speiseröhre wodurch es zu Erbrechen kommt.
Die Klinik CCMV Centro di chirurgia mininvasiva veterinaria mit Dott. Gabriele Dir. San. Mazzocchi ist eine von zwei Kliniken weltweit, die diese spezielle Operation an Hunden mit Megaösophagus nun seit 23 Jahren durchführen.
Es gab Hoffnung, denn die OP wäre möglich und machbar, die Erfolgschancen liegen bei 70-90%.
Nach Rücksprache mit der Klinik galt es zuerst, schnellstmöglich die Blutanämie sowie das Untergewicht von ALBI in den Griff zu bekommen, damit sie stabil genug für den Eingriff ist. Hierfür zog ALBI noch einmal zurück auf ihre erste Pflegestelle.
Dank der intensiven und liebevollen Pflege hat sich ALBI schnell und gut entwickelt. Sie hat die erste Läufigkeit hinter sich und kam mit stolzen 25,5 kg und ohne Blutanämie wieder zurück im WHYs Sanctuary.
Wir hatten einen Kontrolltermin in der Klinik und bekamen das Go für die OP Ende September.
Leider haben wir keinen geeigneten Nachsorgeplatz für die vier Monate nach der OP gefunden, aber wir haben eine Lösung und haben nun alles auf den Kopf gestellt, um ihr die OP inkl. Nachsorge zu ermöglichen.
Die OP wurde nun am 28.09.2026 durchgeführt. Hierbei werden die Nervenbahnen der Atmung mit dem Mageneingang verknüpft, so dass bei jeder Atmung ein Impuls an den Mageneingang gegeben wird und dazu führt, dass dieser sich öffnet und Nahrung hineinlässt, womit es keinen dauerhaften Rückstau der Nahrung in der Speiseröhre mehr gibt. Die bereits entstandene Ausdehnung/Mulde ist noch relativ klein und es besteht die Möglichkeit, dass diese sich nach einer OP stark zurückbildet.
Mehr Infos zum Krankheitsbild und der OP findet ihr hier: https://www.why-not-association.com/newsblog/megasphagus
Die OP ist gut verlaufen. Nach einem Tag wurde die Toraxdrainage gezogen und bereits am zweiten Tag hat ALBI wieder ihre erste flüssige Mahlzeit bekommen, die Kontrollen ergaben, dass 100% des Futters in den Magen gelangt sind was beutetet, die OP war erfolgreich.
Dank der OP hat ALBI, abgesehen von einer leicht erhöhten Fütterung (kein Bailey Chair mehr), nun eine ganz normale Lebenserwartung.
Die Kosten der Operation belaufen sich auf ca. 5.500 - 6.000€ inkl. Nachuntersuchungen und Klinikaufenthalt nach der Operation, hierfür haben wir eine Spendenaktion auf betterplace.org eingerichtet.
ALBI will leben! Sie ist so eine fröhliche junge Hündin und steckt voller Lebensfreude. Bitte helft uns, ihr diese Chance zu ermöglichen.